15.6.-21.6. – Vancouver und Rückflug

Die Tage in Vancouver waren eher unspektakulär, was nicht heißen soll, dass sich Vancouver nicht gelohnt hat. Es sollten entspannende Tage werden, also keine Party. Montag war nichts anderes als shoppen (Yay, endlich neue Schuhe!) und Downtown erkunden angesagt. Das Rad ist im Keller des Hostels geblieben. Abends gab es im Stack House einen Burger, was ich nicht empfehlen kann. Teuer, unkreativ und gar nicht mal so lecker. Außerdem war die Bedienung unmöglich. Naja. Satt gemacht hat er trotzdem.
Dienstag ging es dann nach Granville Island, in die Vancouver Art Gallery und in die Telus Science World. Granville Island ist grandios. Haufenweise kleine Ateliers, eine riesige Markthalle mit allen möglichen Leckereien und etliche kleine Restaurants.

Die Telus Science World hat sich nicht gelohnt. Viel zu teuer, außerdem ist sie nur für Kinder bis 6 geeignet. Hätte mir der Mensch an der Kasse auch sagen können… Das einzige witzige war die Fahrt mit dem Water Bus dorthin. Dafür war die Ausstellung von Douglas Coupland (Erfinder der „Generation X“) in der Vancouver Art Gallery super.

Abends gab es Sushi im Shizen Ya. Das kann ich jedem nur empfehlen. Weil es so gut war, bin ich Donnerstag Abend gleich nochmal hin, mit einem Österreicher, der ein Jahr durch die Gegend tourt und in Vancouver einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Tokio und von dort weiter nach Thailand gemacht hat.

California Roll mit Mango und eine Rolle, deren Namen ich nicht mehr weiß, die aber auch extrem lecker war. Alles Bio, und recht humane Preise.

Mittwoch bin ich dann mal wieder etwas Rad gefahren. Zwei Tage ohne haben sich schon etwas komisch angefühlt. Es ging über verschiedene Strände immer an der Seaside entlang bis zum Wreck Beach. Vancouver macht schon einiges für Fahrradfahrer. Viele neue Radwege, viele Straßen wurden in Einbahnstraßen umgewandelt. Auf dem Weg zum Wreck Beach ist mir das Museum of Anthropology der UBC aufgefallen. Nach den vorherigen Erfahrungen habe ich mir ein paar Minuten überlegt, ob ich den Eintritt noch ausgeben soll, habe es dann schließlich aber gemacht. Und es hat sich wirklich gelohnt. Die Ausstellung über die First Nations war toll (sehr eindrucksvolle Totempfähle und andere Holzarbeiten der Indianer), außerdem gab es noch eine Ausstellung über kubanische Kunst, europäische Keramik (okay, eher unspannend) und einen Raum voll mit Vitrinen, deren Inhalt man fast als Plunder bezeichnen möchte. Das dürfte so ziemlich die gesamte Sammlung des Museums gewesen sein – japanische und asiatische Kunst, Schmuck und Kleidung der Indianer, Porzellan, … Unglaublich viel Zeug, das man sich unmöglich an einem Tag anschauen kann. Die Labore waren leider nicht geöffnet. Üblicherweise kann man den Studenten in den Laboren aber beim Restaurieren von Kleidung, Keramik usw zuschauen, ihnen in den Laboren Fragen stellen.

Der Wreck Beach war ganz nett, aber nicht so toll, wie ich es erwartet hatte. Vielleicht bin ich auch an der falschen Stelle die Treppen heruntergestiefelt. An Schwimmen war nicht nur aufgrund der Kälte nicht zu denken. Auch der Uferbewuchs und die Millionen Baumstämme halten einen davon ab.

Donnerstag war schließlich ein absoluter Faulenztag. Bin nur kurz in die Stadt, um Verpackungsmaterial für mein Fahrrad zu organisieren und abends dann noch in der Watertown auf die Suche nach Essen gegangen. Fündig geworden bin ich im Lamplighter Pub – relativ günstiges Essen, gute Burger, gutes Bier einer lokalen Brauerei.

Freitag ging es dann um 17 Uhr mit einer knappen Stunde Verspätung wieder zurück nach Frankfurt. Wurde irgendwie auch Zeit. Die Luft war nach vier Wochen etwas raus und Giovanna hat auch sehr gefehlt. Das Fahrrad hat es leider nicht mit in den Flieger geschafft, weil es in der Gepäcksortieranlage hängen geblieben ist, aber es wurde Montag dann zum Glück unbeschädigt per Spedition geliefert.

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